Dienstag, 19. Februar 2013

Warum so spät?

In den vergangenen Tagen wurde ich häufig gefragt warum unsere Vorschlägen so spät kommen.

Leider fand in der Vorbereitung des Projektes keiner der Verantwortlichen aus Verwaltung und Sepa die Zeit, je mit uns zu sprechen.

Als wir im März 2012 von den Plänen erfuhren und sahen, welche städtebaulichen Mängel das Vorhaben aufwies wandten wir uns umgehend an Herrn Baumhackel.

Als Architekt bemängelte Thomas Kolb das Fehlen von städteplanerischer Einbindung des Projektes. Er zeigte, dass in Folge dieses Mangels die weitere Umgebung des Neubaus – insbesondere das Areal Gartenweg, Oberer Graben, Kistnerstraße - von jeder positiven zukünftigen Entwicklung abgeschnitten würde. Er bat darum, den vorgesehenen Fassadenwettbewerb für das Neubauprojekt um einen städtebaulichen Wettbewerb zu erweitern. So könnten für ganz Mosbach positive Effekte entwickelt werden.

Die Bitte blieb ungehört. Thomas Kolb dessen Berliner Büro zum Fassadenwettbewerb eingeladen war schrieb später in einem Brief an Herrn Baumhackel:
„Daraufhin haben wir die Teilnahme am Wettbewerb abgelehnt – Feigenblatt für eine verfehlte Planung wollten wir nicht sein.“

Am 24. April 2012 kam es zu einem Gespräch mit Herrn Baumhackel und der Sepa im Technischen Rathaus. Ein Vertreter der Sepa, erklärte umgehend, dass an den Sepa Plänen absolut nichts mehr zu ändern sei. Jede Änderung bedeute eine Gefährdung des schon mit REWE geschlossenen Mietvertrages.

Das war wenige Stunden vor der letzten Veranstaltung zur „Bürgerbeteiligung“. Zu dieser sollten die Bürger zahlreich kommen und ihre Vorstellungen und Anregungen einbringen. So stand es an jenem Morgen in der RNZ.

Im Gespräch sagte uns schließlich ein anderer Vertreter der Sepa zu, er werde prüfen ob man wenigstens die Anlieferung, wie von uns vorgeschlagen zur B27 hin verlegen könnte. Neun Monate später teilte man uns mit, man sehe keine Möglichkeit ohne „gravierende Auswirkungen auf den bereits geschlossenen Mietvertrag verbunden mit erheblichen Verlusten.“

Auf den Vorwurf der mangelnden Einbindung von Betroffenen erklärte Herr Baumhackel in der RNZ vom 10.1. 2013;

"Das Projekt ist über mehrere Schritte und Beschlüsse entwickelt worden", erläutert Stefan Baumhackel. Von der Entwicklungsvereinbarung mit der SEPA ausgehend, habe man eine Basis geschaffen und stetig weiterentwickelt. So habe man etwa in Gesprächen mit der SEPA den nun vorgesehenen Nutzungsmix mit Einzelhandel, Dienstleistungen, Wohnen und städtischer Mediathek erarbeitet.“

Dazu Thomas Kolb in einem Brief an Herrn Baumhackel :

„mit der SEPA mit wem sonst?? Nennen Sie das Gesprächsbereitschaft bzw. Bürgerbeteiligung?? Es ist Ihre Aufgabe bei so einem Projekt das Beste für die Stadt (und ihre Bürger) zu erreichen und nicht die stadtebauliche Ordnung von Mosbach dem Regallayout von REWE unterzuordnen!! Wo und wie hat eine ernsthafte Abwägung stattgefunden?? Für uns als direkt Betroffene ist dies nicht erkennbar!! Auch die Vorschläge der Interessengemeinschaft wurden nicht in Ansätzen gehört. Wie in Hardheim gesehen, ist REWE nach kurzer Zeit weg, wenn der Umsatzt nicht stimmt – wir und die Mosbacher Bürger haben den Schaden für Jahrzehnte!!“
AK
830 c

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Spatenstich
Heute um 11:00 Uhr soll nun also Spatenstich sein für...
mosbachblog - 12. Jul, 10:53
Baugenehmigung ist erteilt
Nun soll es also bald RICHTIG losgehen am Gartenweg....
mosbachblog - 17. Apr, 16:50
DREIST
Mir fehlt es nicht an deutlicheren Worten. Dreist war...
mosbachblog - 17. Apr, 16:01
Nicht zu Ende gedacht
Ist das Konzept für den Gartenweg von Politik und Verwaltung...
mosbachblog - 20. Mär, 19:14
Bleibt nur noch die Klage?
Sehr gutes Treffen von Anwohnern und Betroffenen der...
mosbachblog - 19. Mär, 10:32

Links

Web Counter-Modul

Suche

 

Status

Online seit 4757 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 12. Jul, 12:36

Credits


Bäume im Weg
Vorschäge der IG
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren